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Trotz Stärken das Schlusslicht

Thursday, 21 October 2004
Mario Josten ist nicht recht in Fahrt gekommen: Von Pech und Fahrwerksproblemen verfolgt, konnte der 17-jährige Nordrhein-Westfale seine Leistung im Finale der Formel BMW ADAC nicht steigern. Damit verblieb ihm im vierten Wertungszeitraum der Speed Academy nur noch der sechste Rang.

"Mario Josten hat sich in der zweiten Saisonhälfte sehr schwer getan", sagte die Jury Mitte Oktober in ihrer vierten Wertungs-Sitzung. "Ergebnisse im Mittelfeld der Meisterschaft, ständige Fahrwerksprobleme, einige Kollisionen " teilweise unverschuldet " und im Regelfall ein Rückstand von knapp 1,3 Sekunden im Qualifying und in den Rennrunden, prägten seine letzten Rennen", listete die Jury auf.

Über seine Leistungen habe er dabei stets umfassend und vor allem sehr ehrlich informiert. Da ihm in Hockenheim mit Platz acht im ersten Rennen und einem Ausfall im zweiten Rennen keine Steigerung gegenüber den vorherigen Wertungszeiträumen gelungen war, kam Josten in der Schlusswertung der Formel BMW ADAC nach 20 Rennen auf Platz neun und in der vorletzten Runde der Speed Academy 2004 auf Platz sechs.

Als sicheres Schlusslicht erachtete die Jury Josten allerdings nicht: "Immer wieder gibt es mit guten Platzierungen" wie zum Beispiel zu Beginn des Freien Trainings in Hockenheim "Anstiege, denen aber wieder tiefe Täler folgen. Wir sind uns nach wie vor nicht sicher, ob die Hauptursache dafür beim Team oder bei Mario Josten liegt. Wir sind uns allerdings sicher, dass er ein besserer Rennfahrer ist, als es seine Ergebnisse im Augenblick zeigen. Endgültige Klarheit wird wohl nur der von ihm selbst angestrebte Team- und Rennserienwechsel für die Saison 2005 bringen."
 
Für den Fitness-Check musste eine Bewertung entfallen, da Josten über Grippesymptome klagte und daher nur eingeschränkt teilnahm. Im Kreise seiner Kollegen aus der Speed Academy fühlte sich der Formel-BMW-Fahrer offenbar wohl. Gegenüber Fremden wirkte er allerdings zuweilen etwas verschlossen. "Wir können nachvollziehen, dass er mit großer Enttäuschung auf eine Saison zurückschaut, in die er sehr viele Hoffnungen gesetzt hatte", hielt ihm die Jury zu Gute." Sicherlich kommt auch daher das eher zurückhaltende Verhalten. Wir wünschen ihm, dass er mit einem veränderten Umfeld in der nächsten Saison wieder zu seiner Stärke zurückfindet."
 
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