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Stark im Rennen, schwach im Qualifying

Tuesday, 21 September 2004
Mario Josten hat in der dritten Runde der Speed Academy Stärken und Schwächen gezeigt. Damit spaltete der jüngste Kandidat die Jury: Einige stuften ihn in die Preisgeldriege ein, andere sahen ihn als Schlusslicht. "Am Ende stand der 17-jährige Formel-BMW-ADAC-Pilot auf dem letzten Rang der Runde.<p>"Mario Josten hat gezeigt, dass er ein kampfstarker Fahrer ist, dessen Manko darin liegt, eine schnelle Runde für einen guten Startplatz herauszufahren", sagte die Jury in ihrer Wertungs-Sitzung Mitte September. Mit seiner sportlichen Leistung spaltete er die Jury wie kaum ein anderer Kandidat: Während zwei Juroren den Formel-BMW-ADAC-Piloten unter den ersten drei Akademie-Teilnehmern sahen, platzierten ihn andere ans Ende. Einigkeit herrschte indessen über sein Auftreten: Sein Umgang mit der Jury und den für ihn wichtigen Personen sei tadellos. Insbesondere freute die Jury, dass er sich gründliche Gedanken um seine sportliche Zukunft mache und dabei den Rat erfahrener Fachleute einbeziehe. Seine Identifikation mit dem Motorsport und seine Einsicht für zwingende Aufgaben eines Fahrers könne allerdings noch verbessert werden.
<p>Während des Wertungszeitraums erkannte die Jury in Jostens Rennen von Zandvoort eine recht gute Leistung, während sie im Qualifying nach wie vor Schwächen notierte. So setzte ihn die Rennleitung nach einem Training um zehn Startplätze nach hinten, da er nach Abwinken des Trainings zu schnell gefahren sein soll, was Streckenposten gefährden könnte. Hier war die Jury mit Renndirektor Roland Bruynserade darüber einig, dass die Streckenposten bei ihrer riskanten Tätigkeit den besonderen - auch sichtbar und deutlich praktizierten - Respekt der Fahrer verdienen. <p>"Nachdem Josten zu den Rennen von den Plätzen 25 und 15 losfahren musste, zeigte er eine ansprechende Aufholjagd mit guten Überholmanövern, die er clever ausführte." Bei der Bewertung der sportlichen Erfolge hielt die Jury ihm zugute, dass die ihm und seinem Team gegebenen Voraussetzungen nicht ganz auf dem Niveau liegen, das andere in der Meisterschaft vorfinden. Dafür begrüßte die Jury, dass Josten sehr intensiv Juror Christian Menzel in Anspruch nehme, um mit ihm über Technik und Abstimmung zu diskutieren. <p>Bei den Testfahrten für Auto Bild agierte er indes bis auf einen Dreher unauffällig. Für die Jury wog das nicht schwer: In Anbetracht seines Alters und als einziger Teilnehmer ohne Führerschein sei der Straßenautotest als Sonderprüfung der Speed Academy für ihn am schwierigsten gewesen.

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